26. Juni 2026
Genossenschaft bleibt solide aufgestellt und geht verantwortungsvoll mit den Mitteln ihrer Mitglieder um – neue Projekte nur bei tragfähiger Wirtschaftlichkeit.
Genossenschaft bleibt solide aufgestellt und geht verantwortungsvoll mit den Mitteln ihrer Mitglieder um – neue Projekte nur bei tragfähiger Wirtschaftlichkeit
Deutlich weniger Wind im Jahr 2025 wirkt sich auch auf das Geschäftsergebnis der GrünEnergie aus. Dennoch präsentiert sich die Genossenschaft robust und zukunftsorientiert. Darüber berichtete der Vorstand auf der diesjährigen Generalversammlung im Regionalzentrum Gütersloh der Volksbank in Ostwestfalen.
Die Gesamterzeugung lag im Jahr 2025 bei rund 8,5 GWh. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 2.426 Haushalten. Gleichzeitig konnten durch die regenerative Stromerzeugung rund 3.576 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden.
Maßgeblich für das Ergebnis war das schwache Windaufkommen: 2025 zählte bundesweit zu den windärmsten Jahren der vergangenen zwei Jahrzehnte. Entsprechend blieben die beiden Windparks Harsewinkel und Delbrück mit ihren Erträgen hinter den Erwartungen zurück. Der Solarpark Halle entwickelte sich dagegen weitgehend planmäßig.
Trotz des herausfordernden Jahres bleibt die GrünEnergie finanziell solide aufgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat verfolgen eine bewusst disziplinierte Investitionspolitik: Neue Projekte werden nur dann umgesetzt, wenn sie wirtschaftlich tragfähig sind. Das ist im aktuellen Marktumfeld anspruchsvoll. Gesunkene Solar-Marktwerte, zunehmende Stunden mit negativen Strompreisen sowie begrenzte und teurere Netzanschlüsse verschlechtern die Rahmenbedingungen für Neuanlagen. Die Genossenschaft prüft gleichwohl kontinuierlich neue Wind- und Solarprojekte sowie innovative Geschäftsmodelle und entscheidet mit Sorgfalt im Interesse ihrer Mitglieder.
„Das Jahr 2025 war herausfordernd. Umso wichtiger ist es, dass die GrünEnergie solide aufgestellt ist und neue Projekte mit Augenmaß und Disziplin vorantreibt“, betont Vorständin Lena Achtermann.
Für das Geschäftsjahr 2025 wird keine Dividende ausgeschüttet. Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen und mit Blick auf eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung der Genossenschaft getroffen.
„Gerade in einem schwierigen Marktumfeld zeigt sich die Stärke einer langfristig ausgerichteten Genossenschaft. Die GrünEnergie bleibt ein verlässlicher Akteur der regionalen Energiewende“, stellt Vorstand Gunnar Gühlstorf heraus.
Personell stehen Veränderungen an: Zum 1. Juli übernimmt Dirk Thole die Geschäftsführung der Stadtwerke Gütersloh und folgt damit auch im Aufsichtsrat der GrünEnergie auf seinen Vorgänger Dietmar Spohn. Darüber hinaus stellt sich Dr. Christine Disselkamp nicht erneut zur Wahl und scheidet aus dem Gremium aus.